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Hamsun in Grimstad Kontakt    
   

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Knut Hamsun in Eide und Grimstad

Mit 59 Jahren kaufte Knut Hamsun das Gut Nørholm, ein altes Herrenhaus in Eide Kommune,  jetzt ein Teil von Grimstad. Das war in 1918 nachdem „Die Geschichte der Erde“ erschien.

Auf Gut Nørholm lebte er den Rest seines Lebens, bis er 1952 starb. Der Kaufpreis für das Gut war hoch: kr 220 000,-. Hamsuns Biograf Ingar Sletten Kolloen fand heraus, dass diese Summe dem Jahreslohn aller 58 Volksschullehrer izusammen n den 5 angrenzenden Kleinstädten entsprach. Hamsun war ein gutgestellter Dichter. Die ganze Familie zog ein ausgeschlissenes Haupthaus ein. Es hat nicht lange gedauert, bis Hamsun - in fahrt gekommen – eine Wohnung für den Verwalter bauen liess. Danach kam der Bau der Ställe. Im jahr 1920 erhielt Hamsun den Nobelpreis und das Preisgeld kam gerade recht um das Gut zu renovieren. Das Gut wurde sehr schnell zu einem Musterbetrieb in das Hamsun stark investierte aber das Gut machte immer Verlust. Zu Beginn der 1920er Jahre liess Hamsun eine Kate abbauen und näher am Haus wenige Gehminuten vom Haupthaus wiedererrichten. Hier richtete er sich ein Büro mit Schreibtisch und Bibliothek ein. Hier sollte er nicht gestört werden, aber er hatte vier Kinder die immer wieder herein schauten.

Sein literarisches Schaffen sicherten Hamsun die Einkünfte die er brauchte. Während er auf Gut Nørholm wohnte schrieb er eine ganze Reihe von Büchern: Weiber am Brunnen (1920), Das letzte Kapitel (1923), Landstreicher (1927), August (1930), Nach Jahr und Tag (1933), Der Ring schliesst sich (1936), Auf überwachsenen Pfaden (1949).

Als der Krieg in Norwegen 1940 ausbrach st¨tzte Hamsun die Deutschen mit Propaganda. Es wurde auch diskutiert ob er Mitglied der Nazipartei „Nasjonal Samling“ gewesen ist. Am Tag des Friedens erhielt er Hausarrest bevor er dann im alten Krankenhaus in Grimstad und später im Altenheim von Landvik interniert wurde. Im Oktober 1945 wurde er in die psychiatrische Klinik in Oslo überwiesen, wo die Psychiater Langfeldt und Ødegård ihn untersuchten. Die beiden Fachleute befanden das Hamsun an dauernd geschwächten seelischen Fähigkeiten litt. Der Staatsanwalt verurteilte ihn daraufhin nicht des Landesverrates, aber der Staat klagte in einer privatrechtlichen Verhandlung darauf das Hamsun Mitglied der Nazipartei „Nasjonal Samling“ war. Im Jahre 1948 wurde Hamsun daraufhin verurteilt eine Strafe von kr 325 000,- zu zahlen. Im Buch „Auf überwachsenen Pfaden“ berichtete er unter anderem über seine Zeit nach seiner Gefangennahme bis zum Schlussurteil am Obersten Gericht.

Es war ein trauriges Ende für Hamsun. Als er 1952 starb war er sowohl lokal in als auch in ganz Norwegen geächtet.